Servicedienst für Kläranlagen

Kläranlagensysteme

Belebungsanlagen

Belebungsanlagen funktionieren nach dem Belebtschlammverfahren, bei dem eine Reinigung des Abwassers durch Mikroorganismen erfolgt. Die Organismen bilden dabei Belebtschlammflocken, die sich frei schwebend im Behälter bewegen. Die Sauerstoffzufuhr erfolgt dabei durch eine Belüftungseinrichtung, die Abwasserreinigung durch Adsorption.

Durchlauf mit Vorklärung

Dieses Verfahren wird bis max. 50 EW bemessen und es handelt sich hierbei um Becken mit aerober Schlammstabilisierung. Die Belüftung erfolgt durch ein Druckbelüftungssystem. Dieses System ist jedoch erst ab 10 EW sinnvoll, da ein durchgehender Zufluss von Abwasser notwendig ist.

Tropfkörperanlagen

Hier reinigen fest angesiedelte Organismen, der so genannte „biologische Rasen“, das Abwasser. Der Tropfkörper ist mit Kunststoff oder Steinen gefüllt. Das Abwasser wird nach der Reinigung noch in ein Nachklärbecken geleitet. Dieses System ist häufig die erste Stufe bei mehrstufigen Kläranlagensystemen.

Rotationstauchkörperanlagen

Diese Anlagen bestehen aus Aufwuchskörpern für Mikroorganismen, die durch Rotation abwechselnd mit Wasser und Luft in Kontakt kommen, um so die Nahrungs- und Sauerstoffaufnahme zu gewährleisten.
Dieses Verfahren erzeugt niedrigere Energie-, jedoch aber höhere Baukosten als das Belebungssystem.

Pflanzenkläranlagen

PFLAKAs bestehen aus einem bepflanzten, wasserdurchlässigen Bodenfilter. Die Reinigung der Abwässer erfolgt dabei durch im Boden befindliche Mikroorganismen. Die Belüftung der Bakterien erfolgt dabei durch Pflanzen, meistens Sumpfpflanzen, die auch die Durchlässigkeit des Bodens gewährleisten sollen.
Die Durchströmung des Abwassers kann vertikal oder horizontal erfolgen und es wird durch Rohre in einen Kontrollschacht weitergeleitet, wonach es entweder zur Versickerung oder Wiederverwertung des gereinigten Wassers kommt.

Bodenkörperfilteranlagen

Die Abwasserreinigung erfolgt hier durch sich in Bodenkörperfiltertassen befindlichen Darmbakterien. Feste Abwasserbestandteile setzen sich ab. Die Vorteile dieses Systems sind eine freie Luftströmung, eine konstante Reinigungsleistung und eine geringe Geruchsbildung durch den Erdeinbau. Der Betrieb erfolgt mit oder ohne Strom.

Festbettanlagen

Die Festbettanlage besteht aus drei Kammern.
In der ersten Kammer werden die Feststoffe vom Abwasser getrennt und sacken auf den Boden ab.
Danach gelangt das Abwasser in die zweite Kammer, in der das eigentliche aus Kunststoff bestehende Festbett eingebaut ist. In dem Festbett befindet sich ein Bakterienfilm, der das Abwasser klärt. Die Bakterien werden dabei durch ein Gebläse mit Sauerstoff versorgt.
Danach gelangt das Abwasser in die dritte Kammer, die Nachklärungskammer, woraufhin das Wasser entweder versickert oder wiederverwertet wird.